Das letzte Schuljahr ist da und plötzlich wird aus „irgendwann“ eine echte Entscheidung.
Das letzte Schuljahr Ihres Kindes ist angebrochen. Viele Möglichkeiten stehen offen und gleichzeitig beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Vielleicht weiß Ihr Kind schon genau, was es werden möchte. Oder es gibt überhaupt noch keinen Plan.
Was passt zu mir? Was kann ich gut? Welche Ausbildung macht mir Spaß? Und welcher Beruf bietet mir später gute Chancen?
Für Jugendliche können diese Fragen schnell überfordernd sein. Und auch für Eltern ist es nicht immer leicht, den richtigen Weg zu finden. Dabei müssen Sie gar nicht den perfekten Ausbildungsberuf kennen. Ihre wichtigste Rolle ist eine andere: Seien Sie Wegweiser, Ratgeber und Vorbild aber nicht derjenige, der die Richtung vorgibt. Denn Ihr Kind muss später mit dieser Entscheidung leben und arbeiten. Deshalb sollte es auch selbst herausfinden, welcher Beruf zu den eigenen Interessen, Stärken und Vorstellungen passt. Wir haben drei Tipps, wie Sie Ihr Kind dabei unterstützen können.
1. Interessen entdecken statt Berufe vorgeben
„Du solltest etwas Vernünftiges lernen.“ „Mit diesem Beruf hast du später bessere Chancen.“ „In deinem Alter wusste ich schon längst, was ich machen will.“ Solche Sätze sind gut gemeint – helfen bei der Berufswahl aber nicht unbedingt weiter. Versuchen Sie stattdessen herauszufinden, was Ihr Kind wirklich interessiert. Fragen Sie zum Beispiel: Was machst du gerne?
Arbeitest du lieber praktisch oder am Computer?
Interessierst du dich für Technik, Menschen oder Maschinen?
Arbeitest du lieber mit den Händen oder löst du gerne knifflige Aufgaben?
Was kannst du besonders gut?
Wie sieht dein idealer Arbeitstag aus? Vielleicht entdeckt Ihr Kind dabei Interessen, an die bisher niemand gedacht hat. Ihre Aufgabe ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen und Leitplanken zu setzen. Die Entscheidung sollte aber bei Ihrem Kind bleiben.
2. Lassen Sie Ihr Kind Berufe ausprobieren
Ein Beruf klingt auf dem Papier oft ganz anders, als er sich in der Praxis anfühlt. „Industriemechaniker (m/w/d)“ oder „Zerspanungsmechaniker (m/w/d)“ hört sich vielleicht interessant an aber was macht man in diesem Beruf eigentlich den ganzen Tag?
Genau deshalb ist praktische Berufsorientierung so wichtig. Beim Praxistag Metall der AMS Jugend und Bildung GmbH können Jugendliche selbst ausprobieren, ob ihnen die Arbeit in der Metalltechnik liegt. Dabei geht es nicht darum, sofort die perfekte Berufswahl zu treffen. Ihr Kind kann beispielsweise: Blech bearbeiten, verschiedene Werkzeuge kennenlernen und richtig einsetzen, praktische Aufgaben in der Lehrwerkstatt ausprobieren, erste Erfahrungen im Umgang mit Metall sammeln, unseren Ausbildern Fragen rund um Ausbildung und Berufsalltag stellen. Außerdem bekommt Ihr Kind einen Einblick in sechs Ausbildungsberufe der Metalltechnik:
- Anlagenmechaniker (m/w/d)
- Industriemechaniker (m/w/d)
- Konstruktionsmechaniker (m/w/d)
- Zerspanungsmechaniker (m/w/d)
- Werkzeugmechaniker (m/w/d)
- Fachkraft für Metalltechnik (m/w/d)
Das Entscheidende: Ihr Kind kann selbst erleben, ob die Arbeit Spaß macht. Denn manchmal entsteht berufliche Orientierung nicht durch eine lange Liste von Berufsbeschreibungen, sondern durch den Moment, in dem jemand merkt: „Das könnte tatsächlich etwas für mich sein.“
3. Seien Sie Begleiter – nicht Entscheider
Sie kennen Ihr Kind wahrscheinlich besser als jeder Berufsberater. Sie wissen, wo seine/ ihre Stärken liegen, was es interessiert und welche Herausforderungen es gibt. Nutzen Sie dieses Wissen aber versuchen Sie, die Entscheidung nicht für Ihr Kind zu treffen. Natürlich dürfen und sollen Sie Ihre Meinung sagen. Wichtig ist nur, dass daraus kein Druck entsteht. Statt: „Du machst jetzt diese Ausbildung.“ besser: „Ich glaube, dass dieser Beruf gut zu deinen Stärken passen könnte. Wollen wir uns den gemeinsam anschauen?“ So geben Sie Orientierung, ohne die Entscheidung aus der Hand Ihres Kindes zu nehmen.
Und auch wenn der erste Berufswunsch später noch einmal geändert wird, ist das kein Weltuntergang. Berufsorientierung ist ein Prozess. Erfahrungen sammeln, Fragen stellen, ausprobieren und manchmal auch feststellen, dass etwas nicht passt – all das gehört dazu.
Berufsorientierung beginnt mit dem Ausprobieren
Ihr Kind muss heute noch nicht wissen, wie der berufliche Weg in zehn Jahren aussieht. Es reicht, den nächsten Schritt zu machen. Ein Praxistag Metall kann dabei ein wichtiger erster Schritt sein. Statt nur über Ausbildung zu sprechen, kann Ihr Kind selbst erleben, wie sich praktische Arbeit anfühlt, Fragen stellen und verschiedene Metallberufe kennenlernen.
Jetzt die Praxistage Metall entdecken

Sie möchten Ihrem Kind die Möglichkeit geben, erste praktische Erfahrungen in der Metalltechnik zu sammeln? Dann informieren Sie sich über die Praxistage Metall der AMS Jugend und Bildung GmbH in Heidenau und geben Sie Ihrem Kind die Chance, selbst herauszufinden, ob eine Ausbildung in der Metalltechnik zu ihm/ ihr passen könnte.